Kündigungsrecht bei Vertragsänderung

Ändert ein Hosting- oder Internet Service-Anbieter seine Vertragsbestimmungen indem er zum Beispiel die Preise erhöht, ergibt sich daraus ein ausserordentliches Kündigungsrecht für den Kunden.

Was bedeutet dies?

In der Regel informiert ein Anbieter die Kunden schriftlich (Hinweis: je nach AGB per E-Mail) über eine solche Änderung. In diesem Fall spricht man von einer einseitigen Vertragsänderung. Innert 30 Tagen kann der Kunde diese Änderung (oft stillschweigend) annehmen oder den Dienst kündigen ohne hierbei die reguläre Kündigungsfrist oder Vertragslaufzeit einhalten zu müssen.

Im Fall einer Preiserhöhung ist es irrelevant, ob der Anbieter hierfür mehr Leistung mit anbietet. Der Preis kann nur mit Einverständnis beider Parteien angepasst werden.

Wird vom Kündigungsrecht Gebrauch gemacht und wurde ein Jahresbeitrag bezahlt, so ist der Anbieter zur Rückerstattung pro rata temporis verpflichtet.

Preisentwicklungen

Im Kampf um Marktanteile haben auch in der Schweiz einige Hosting Anbieter die Preise über viele Jahre hinweg tief angesetzt. Jahresbeiträge von rund 100 Franken sind wirtschaftlich, solange der Kunde den technischen Support nicht in Anspruch nimmt. Bereits bei einer Stunde Supportaufwand pro Jahr bleibt kaum ein Gewinn.

Wenig erstaunlich wurden Korrekturen vorgenommen. So hat ein Schweizer Anbieter den Preis für sein kleinstes Paket um 30% erhöht. Geht man von rund 50'000 Kunden aus, ergab dies mit einem Schlag knapp 2 Millionen Franken mehr Umsatz.

webstyle Verträge

Nebst der Auftragsbestätigung und den AGB sind Serviceverträge Bestandteil unserer Vertragsdokumente. Wie es der Name sagt, dienen Serviceveträge der Beschreibung unserer vertraglich zugesicherten Leistung bezogen auf eine Dienstleistung. Kunden, welche unterschiedliche Leistungen bei uns beziehen, erhalten somit pro Dienstleistung einen separaten Servicevertrag.

Google+ aktivieren