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Webanalyse: KMU-Stalking?

24.06.2016 12:00

In der IT-Magazin Ausgabe vom Juni 2016 zeigt sich die Gaby Stäheli von Gyrips stutzig und ärgerlich über den Einsatz von Webanalyse Tools in Unternehmen. Sie fragt: «Gibt es Tools, mit denen man die Namen von Website-Besuchern herausfinden kann?»

Online-Affine Menschen kennen die Antwort. In diesem Zusammenhang sei präzisiert: die Namen von Unternehmen und nicht jene von Privatpersonen sind bekannt.

Ihre Frage, ob wir nicht am Ast, auf dem wir sitzen, sägen, ist berechtigt. In der dramatischen Art, wie sie von ihr dargestellt wird – «wenn ich jedoch plötzlich ständig von Verkäufern angerufen werde» - ja. Doch dies ist eine journalistische Dramatisierung und wird kaum geschehen. Warum?

Nun, einerseits haben die Unternehmen nicht die Zeit, jeden Website-Besucher anzurufen. Schon gar nicht in einem KMU-Umfeld. Andererseits – und schon viel entscheidender – wäre dies nicht gewinnbringend.

Doch wieso kam es zu dem Anruf bei dem Papeterie-Inhaber? Wie funktioniert der Mechanismus? Die Analyse-Software bietet die Möglichkeit, das Verhalten eines Besuchers zu bewerten. Dazu werden Parameter wie die Verweildauer, den Verlauf, die aufgerufenen Webseiten und die Herkunft analysiert. Dadurch ergibt sich, ob ein Besucher ein kalter, lauer oder warmer Lead sein könnte. Ich betone hier «sein könnte» denn mit absoluter Sicherheit findet man dies erst bei einem Gespräch heraus. Wird der Besucher aufgrund seines Besuchsverhaltens als potentieller Käufer eingestuft, erfolgt die Kontaktaufnahme. Das hat der Verkäufer im erwähnten Fall getan – wenn auch vielleicht ein bisschen ungeschickt.

Im digitalen Zeitalter gibt es keinen Grund, darüber erstaunt zu sein. Die Effizienz und Akzeptanz von Verkäufen über traditionelle Kanäle nimmt ab. Es ist daher legitim, neue Wege zu beschreiten, die den Fleissigen belohnen. Solche Anrufe bewerte ich a) als Engagement (wenn auch nicht uneigennützig) an meinem Interesse und b) als zeitgemässes Vorgehen.

Und ganz nebenbei: Eine solche Webanalyse steht in einer gewissen Konkurrenz zum Angebot von Gyrips. Wer über die Webanalyse zu ausreichend qualifizierten Leads kommt, mag sich gegen eine Plattform entscheiden, die genau diesen Mehrwert verspricht. Daher meine Frage: Ein leicht gefärbter Beitrag im IT-Magazine?

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